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Asus ZenBook Pro 15 UX535 im Laptop-Test: Ein wenig mehr Zen könnte es schon sein

Die ZenBook-Pro-Serie ist Asus Subnotebook-Reihe der Oberklasse. Der direkte Vorgänger mit Screenpad ist das Asus ZenBook Pro 15 UX580GE, welches bereits zwei Jahre alt ist. Vor einem Jahr kamen dann die Pro-Duo-Modelle mit noch größerem Zweit-Display heraus. Jetzt macht Asus in Sachen Screenpad-Größe wieder einen Schritt zurück, ansonsten gibt es eine neue CPU/GPU-Kombination. Da es an Konkurrenz mit demselben Alleinstellungsmerkmal (Screenpad) mangelt, behelfen wir uns mit den unten aufgeführten Multimedia-Laptops, welche ansonsten eine ähnliche Hardware-Ausstattung aufweisen. Ansonsten ziehen wir noch das Schwestermodell ZenBook 15 UX534 zum Vergleich heran.

Gehäuse - Überarbeiter Aluminium-Unibody

Das dunkle Gehäuse des UX535 besteht nahezu komplett aus Metall und wurde vollständig überarbeitet. Es ähnelt dem des Schwestermodells, hat aber mehr Lüftungsgitter und andere Anschlüsse. Auch der Displayrand kommt vollkommen ohne Kunststoff aus, das NanoEdge Panel ist komplett aus Glas und direkt in den Alurahmen eingefasst. Basis und Bildschirmdeckel sind daher sehr stabil und verwindungssteif. Beim Verbiegen der Basis muss man sich schon anstrengen, und sie gibt nur minimale Knack- und Knarzgeräusche von sich. Die Verarbeitung ist generell auf einem hohen Niveau, auffällige Spaltmaße konnten wir nicht entdecken.

Das Design gefällt durch seine noble Schlichtheit. Die dunkle Aluminiumoberfläche sieht mit ihren sandgestrahlten runden Strukturen beinahe wie eine edle Schallplatte aus. Schön ist auch der zarte, sandfarbene Schriftzug "ZenBook Series" mittig am Scharnier. Ein asymmetrisch platziertes, silbernes ASUS Logo verziert die Oberseite. Allerdings bleiben auf der Oberfläche Fingerabdrücke und Fettflecken deutlich sichtbar. 

Innen sind die Handballenauflagen leicht höher als die Tastatur, an deren unterem Rand es eine Art Kante gibt, wodurch sie tiefer eingefasst ist.

Wirklich leicht ist das ZenBook durch sein stabiles Metallgehäuse nicht, das ThinkPad X1 Extreme oder auch das eigene Schwestermodell sind deutlich leichter. Allerdings ist die übrige Konkurrenz ähnlich schwer. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das 15-Zoll-Notebook etwas geschrumpft.

Bis auf das Schwestermodell sowie das Dell XPS 15 sind alle Konkurrenten etwas größer, das UX535 ordnet sich also mittig ein.

Ausstattung - Geiziges ZenBook Subnotebook

Für ein 15-Zoll-Gerät ist das ZenBook spärlich ausgestattet. Gerade einmal 2 USB-Ports, einer davon vom Typ-C mit Thunderbolt 3 und Ladefunktion, finden wir deutlich zu wenig! Immerhin gibt es einen vollwertigen SD-Reader. Ein LAN-Port fehlt wiederum. Trotz den wenigen Anschlüssen sind diese auch noch recht eng positioniert, besonders der HDMI- und USB-A-Port liegen sehr dicht beieinander.

SDCardreader

Die Performance des Kartenlesers entspricht dem Klassendurchschnitt, mehr aber auch nicht. Die Konkurrenz ist im Zusammenspiel mit unserer Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II teils deutlich schneller unterwegs.

Kommunikation

Ein Anschluss für ein LAN-Kabel fehlt, man ist also ohne Adapter auf WLAN angewiesen. Während die Sendeleistung sehr gut ausfällt, bleibt die Empfangsleistung etwas hinter den Erwartungen an das AX201-Modul zurück. Dennoch sind die Werte deutlich besser als der Multimedia-Klassendurchschnitt.

Webcam

Über die Infrarot-Webcam kann man sich via Windows Hello anmelden, die Bilder der 720p-Kamera sind aber trotzdem nur Durchschnitt.

Sicherheit

Außer der genannten Infrarotkamera für die Anmeldung bei Windows Hello ist noch TPM-2.0 mit an Bord, ansonsten gibt es weder einen Fingerabdrucksensor, noch ein Kensington Slot oder weitere Sicherheitsmerkmale.

Zubehör

Zubehör legt Asus nicht bei, zumindest ein USB-LAN-Adapter wäre wünschenswert gewesen.

Wartung

Eine Wartungsklappe ist nicht vorhanden, die abnehmbare Bodenplatte wird von 11 Torx-Schrauben gesichert. Diese weisen gleich drei verschiedene Längen auf, sodass man sich merken sollte, welche Schraube zu welcher Position gehört. Das Aufhebeln des stabilen Metallgehäuses ist nicht ganz einfach, vor allem weil es zum Scharnier hin gut festgehakt ist. So fest, dass wir letztlich den Versuch abbrechen mussten, aus Angst etwas zu verbiegen oder gar zu zerbrechen. Wir haben nun die Information, dass sich noch Schrauben unterhalb der hinteren Gummifüße verstecken. Letztere sind jedoch mit dem Gehäuse verklebt, sodass es dem Kunden unnötig schwer gemacht wird, das ZenBook selbst zu öffnen.

Garantie

Asus gewährt 24 Monate Garantie.

Eingabegeräte - Display im Touchpad

Tastatur

Das sogenannte Ergolift-Scharnier hebt die Tastatur zum Display hin an, was für ein ergonomischeres Schreiben sorgen soll, aber auch zu potentiellen Kratzern am Tisch führt. Das Layout der Tastatur wirkt sehr aufgeräumt, die Beschriftungen sind klar, und im Dunkeln hilft die dreistufige Hintergrundbeleuchtung weiter. Die Tastenoberflächen fühlen sich etwas angeraut an, woran man sich erst einmal gewöhnen muss, da die Finger nicht ganz so flüssig darauf hinweggleiten. 

Die Pfeiltasten sind in ihrer Höhe halbiert. Der Power-Schalter ist als Taste in der rechten oberen Ecke integriert, Verwechslungen treten aber selten auf, da wichtige Funktionen wie Pos1, Ende etc. nicht wie üblich in der Nähe, sondern auf den Pfeiltasten liegen.

Die Tasten selbst verfügen über einen mittleren Hub und geben ein deutliches Feedback von sich, sodass das Schreiben insgesamt gut von der Hand geht. Die Tipplautstärke geht in Ordnung, es gibt aber durchaus leisere Modelle.

Touchpad

Das Touchpad ist gleichzeitig auch ein Zweitdisplay mit nützlichen und zudem konfigurierbaren Funktionen. Das Pad selbst ist sehr breit (ca. 13 x 6,5 cm) und verfügt über eine Glasoberfläche mit sehr guten Gleiteigenschaften. Selbst bei ganz langsamen Fingerbewegungen stockt hier nichts. Die integrierten Maustasten lösen zuverlässig aus.

Wenn man es nicht besser weiß, hält man die Gleitzone für ein ganz normales Touchpad, da der Untergrund im deaktivierten Zustand gewohnt dunkel bleibt. Per F6 kann man das Display aber einschalten und profitiert somit von einem zweiten Bildschirm. Allerdings geht dann die Funktion als Touchpad verloren. Man sollte also zusätzlich eine Maus zur Hand haben, wobei sich auch im Displaymodus das Touchpad einblenden lässt.

Das Display ist aufgrund der matten Oberfläche noch immer recht körnig und nicht übermäßig hell. Aber anders als beim Vorgänger wurde nun die Bedienung überarbeitet. Man muss nun keinen Curser mehr bewegen, das Display lässt sich wie ein ganz normaler Touchscreen bedienen.

Auf dem Display liegen Verknüpfungen zum Start der am häufigsten benutzten Apps, man kann Apps aber auch komplett in das Screenpad verschieben, dann dient es als erweiterte Anzeige für den Hauptbildschirm. Asus arbeitet zudem mit Drittherstellern zusammen, damit deren Software Sonderfunktionen im Zusammenspiel mit dem Screenpad anbieten können. So profitieren Nutzer in einigen Video- und Audioeditoren von zusätzlichen Bedienoptionen via Screenpad. Insgesamt finden wir das Pad sehr gelungen und wünschen uns eine Integration dieser Funktion bei mehr Herstellern, damit auch mehr Entwickler ihre Software darauf ausrichten.

Touchscreen

Das ZenBook Pro steckt voller Bedienmöglichkeiten, denn auch das Display lässt sich per Touchgesten steuern. Das Tippen auf dem Bildschirm erfolgt sehr genau und erwies sich im Test als unkompliziert.

Display - 4K mit Touch

BOE steuert das Display bei. Es handelt sich um ein OLED-Touchscreen-Panel mit 4K-Auflösung und HDR-Support. Die durchschnittliche Helligkeit ist mit 375 Nits recht gut, die Ausleuchtung mit 84 Prozent aber nicht übermäßig gleichmäßig, die Bildmitte ist mit über 400 Nits um einiges heller als die Ränder.

Das Pixelraster ist klar, und Screen Bleeding so minimal, dass es selbst in dunklen Szenen eigentlich nicht auffällt.

Der Schwarzwert ist auch bestenfalls nur Durchschnitt, doch das bekommen die 4K-Displays der noch teureren Konkurrenten auch nicht besser hin. Dafür haben das Dell und das Lenovo insgesamt den etwas besseren Kontrast, aber 1149:1 gehen auch in Ordnung. Insgesamt ist das Diplay besser als das des Vorgängers, einige Konkurrenten machen es aber noch besser.

Der Bildschirm ist bereits ab Werk gut kalibriert, die Farbabweichungen sind nur minimal.

Besonders geeignet ist der Monitor auch für professionelle Anwendungen; Asus selbst wirbt mit 100 Prozent DCI-P3 sowie brillanten Farben seines OLED-Panels. In unserem Test deckt der Bildschirm sRGB vollständig ab, AdobeRGB zu 64 Prozent.

Im Freien sollte man aufgrund der spiegelnden Oberfläche ein schattiges Plätzchen aufsuchen, durch die gute Helligkeit lassen sich bei direkter Draufsicht aber die meisten Details noch gut erkennen. Schräge Blickwinkel oder Sonneneinstrahlung sollte man jedoch vermeiden.

Die Blickwinkelstabilität ist beim 4K-OLED-Panel recht gut, auch beim Blick aus extremen Winkeln geht nur wenig Helligkeit verloren, die Bildschirminhalte sind noch gut zu erkennen.

Leistung - Keine Leistungskonstanz

Sein Intel Core i7 der Comet-Lake-Reihe, die GTX 1650 Ti Max-Q, 16 GB RAM und die 1-TB-SSD qualifizieren das ZenBook als perfekten Multimedia-Allrounder, und dank des OLED-Displays mit sehr guter Farbraumabdeckung zielt das Laptop besonders auf Content Creators ab, also Kreative und professionelle Foto- und Bildbearbeiter. Das verbaute Screenpad verschafft beim Editieren zusätzliche Bedienoptionen und unterstreicht die potentielle Zielgruppe noch zusätzlich.

Prozessor

Asus verbaut einen Intel Core i7-10750H aus der Comet-Lake-Serie. Die CPU hat sechs Kerne, welche von 2,6 bis 5 GHz takten und 12 Threads gleichzeitig verarbeiten können. Der maximale Boost-Takt für alle Kerne gleichzeitig liegt bei 4,3 GHz.

Unser Cinebench-R15-Loop für 30 Minuten offenbart eine starke Leistungsfluktuation des ZenBooks, welche um ein Vielfaches höher ist als bei der Konkurrenz. Der Ausgangswert bei kurzen Lasten ist sehr hoch, naturgemäß sinkt dieser Wert nach den ersten zwei bis drei Durchgängen. Allerdings pegelt sich die Leistung niemals richtig ein, sondern fluktuiert bis zuletzt stark. Zwischen zwei Durchgängen können Leistungsunterschiede von mehr als 10 Prozent auftreten.

Im Mittel leistet die CPU aber das, was sie soll. Der Ryzen im Acer Nitro ist stärker, aber das Schwestermodell mit schwächerer CPU ist deutlich langsamer, der Vorgänger liegt ca. 38 Prozent zurück.

Im Akkumodus gehen etwa 20 Prozent an Leistung verloren.

System Performance

Bei den PCMark Benchmarks agiert das UX535 erwartungskonform und ohne Überraschungen. Ausgerechnet der zwei Jahre alte Vorgänger liegt hier oftmals knapp vor dem aktuellen Modell. Subjektiv gelingen die allermeisten Aufgaben flüssig, und es gibt keine Aussetzer.

DPC-Latenzen

Bereits beim simplen Öffnen des Browsers zeigen sich beim ZenBook schon Latenzprobleme. Das Tool LatencyMon stellt noch höhere Verzögerungen im Zusammenspiel mit unserem 4K/60-Hz-YouTubevideo fest. Einmal mehr macht vor allem der Kernel Mode Driver Framework Runtimes Probleme, daneben aber auch der ACPI- sowie ein Nvidia Treiber. Während der YouTube Wiedergabe gab es sechs Dropped Frames.

Massenspeicher

Als Massenspeicher ist eine SSD von Western Digital mit großzügigen 1 TB verbaut. In unserer SSD-/HDD-Bestenliste nimmt sie Rang 12 ein, es handelt sich also um ein recht schnelles Modell. Die Testwerte bestätigen dies, dennoch reicht der Speicher nicht ganz an Samsungs PM981 aus dem Schwestermodell oder dem Lenovo ThinkPad X1 heran.

Grafikkarte

Der Laptop kann zwischen der sparsamen, aber schwachen iGPU Intel UHD Graphics 630 und der dedizierten Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 1650 Ti Max-Q umherschalten. Letztere ist eine Gaming-Einsteigerkarte, das Max-Q-Design ist etwas stromsparender, aber auch langsamer als die Normalversion.

In den 3DMarks bleibt sie minimal unterhalb (3 bis 11 Prozent) einer durchschnittlicher 1650 Ti Max-Q. Die gleiche GPU ist im Schwestermodell allerdings nochmal rund 3 Prozent langsamer.

Ganze 35 Prozent der 3D-Leistung gehen im Akkumodus verloren, wie unser erneuter 3DMark11 Durchgang offenbart.

Gaming Performance

Trotzdem es sich bei der GTX 1650 Ti Max-Q eher um eine Einstiegskarte zum Gamen handelt, können die meisten Titel in FullHD und oft sogar in hohen Details gespielt werden. Für die native 4K-Auflösung des ZenBooks ist die GPU dann aber doch überfordert. 

Insgesamt rendert die GPU wieder auf Erwartungsniveau, allerdings sind die meisten Konkurrenten ohne Max-Q-Design etwa 20 bis 25 Prozent schneller unterwegs, was schon ein großer Vorteil sein kann. Der Vorgänger mit GTX 1050 Ti ist etwa 20 bis 30 Prozent langsamer.

Emissionen - Kühles ZenBook Pro 15 UX535

Geräuschemissionen

Im Idle stehen die Lüfter meistens still. Unter Last drehen sie dann bis maximal 42 dB(A) hörbar auf. Das Schwestermodell und das Lenovo bleiben hier ruhiger, aber das Dell, Acer und der Vorgänger sind lauter. Insgesamt ordnet sich das UX535 also in der Mitte ein, was die Lautstärke angeht.

Temperatur

Im Idle bleibt alles kühl, Gleiches gilt für die Handballenauflagen in jeder Situation, selbst im Stress. Bei großer Last werden maximal 44 °C erreicht, der Hitze-Hotspot liegt auf der unteren Seite mittig zum Display hin. Das ist auch angesichts der darumliegenden, kühleren Temperaturen ein recht guter Wert; bis auf das Schwestermodell werden alle Konkurrenten unter Last heißer, teils deutlich.

Die sechs CPU-Kerne starten den Stresstest mit 4,2 GHz, also annähernd dem maximalen Turbotakt für alle Kerne gemeinsam. Der Takt sinkt aber sehr früh ab, nach einer Stunde liegt er immerhin noch bei 3,4 GHz, allerdings nicht konstant, vielmehr pendelt die Leistung zwischen 3 und 3,6 GHz. Die Temperaturen erreichen schon sehr schnell über 80 °C, dann werden die Taktraten abgesenkt, die Temperatur gehen nach einer Stunde auf nahezu 90 °C hoch.

Der Takt der Grafikkarte sinkt ebenfalls, von ursprünglichen 1,53 GHz auf 960 MHz. Auch diese Taktrate ist keineswegs konstant, sie schwankt oftmals zwischen diesem und einem bis zu 400 MHz höheren Wert. Die Temperatur liegt hier bei noch angenehmen 77 °C.

Das System erholt sich recht zügig wieder, ein erneuter Durchgang des 3DMark 11 förderte keinen Leistungsverlust zutage.

Lautsprecher

Die Stereo-Lautsprecher sind wie so oft nicht das Gelbe vom Ei. Immerhin sind die Mitten recht gut abgestimmt, sodass der Klang noch in Ordnung geht, bei lauter Wiedergabe vibrieren die Handballenauflagen ein wenig. Aber die Höhen und natürlich vor allem die Bässe sind, gelinde gesagt, ausbaufähig, Gleiches gilt für die Maximallautstärke. Ein Anschluss externer Audiogeräte ist angeraten, hierfür bietet sich neben HDMI und USB der kombinierte Klinkenanschluss an.

Energieverwaltung - Großer Akku, gute Laufzeiten

Energieaufnahme

Gemessen an der Konkurrenz mit 4K-Display ist der Verbrauch recht niedrig: Die 4K-Kontrahenten verbrauchen etwa 30 Prozent mehr, haben aber auch keine GPU im sparsameren Max-Q-Design. Aber vor allem das ThinkPad X1 Extreme konsumiert beim Gaming mehr, leistet aber nicht unbedingt mehr. Die FullHD-Kontrahenten haben beim Verbrauch einen Vorteil: Das Schwestermodell, ebenfalls mit Max-Q, aber mit sparsameren FullHD- statt 4K-Display, zieht etwa 23 Prozent weniger Strom aus der Dose, hat jedoch einen schwächeren Prozessor. Der Vorgänger verbrauchte im Schnitt sogar mehr, bei geringerer Leistung.

Das 150-W-Netzteil ist großzügig dimensioniert und fängt auch die temporären Lastspitzen von 123 W problemlos auf, bei durchschnittlicher Last verbraucht der Laptop etwa 83 W.

Akkulaufzeit

Das Asus ZenBook verfügt über einen recht großen Akku (96 Wh) und kommt damit auf gute Laufzeiten, die durchschnittlichen Multimedia-Laptops halten 46 Prozent kürzer durch. Interessanterweise hat das Dell XPS 15 ein ähnlich langes Durchhaltevermögen, obwohl dessen Akku nur 80 Wh aufweist, die CPU nominell etwas besser ist und die GPU kein Max-Q-Design aufweist. Das Schwestermodell mit 70-Wh-Akku und schwächerer Hardware hält 23 Prozent länger durch, aber die übrige Konkurrenz schneidet signifikant schlechter ab. Der Vorgänger wird gleich um 30 Prozent geschlagen.

Beinahe zwölf Stunden im Videotest und über zehn Stunden im WLAN-Test sind insgesamt sehr gute Werte; unter Vollast hält das ZenBook beinahe zwei Stunden durch.

Fazit - Screenpad ist eine Besonderheit, Ryzen könnte bereichern

Das ZenBook Pro 15 UX535 fühlt sich hochwertig verarbeitet an und kann mit vielen Pluspunkten wie dem farbgenauen 4K-Display mit schmalen Rändern, der guten Akkulaufzeit sowie seinem moderaten Verbrauch und seiner Kühlung überzeugen. Das ins TouchPad integrierte Screenpad ist ein echter Hingucker und bietet nützliche Zusatz-Bedienelemente für Content Creators.

Echte Negativpunkte gibt es eigentlich nicht, aber durchaus Dinge, die uns ein wenig stören. Dass man erst verklebte Gummifüße abkratzen muss, um zwecks Wartung an versteckte Schrauben zu gelangen, ist so ein Punkt. Etwas ärgerlich ist auch der signifikante Leistungsverlust im Akkumodus, der die Mobilität der durchaus leistungsaffinen Zielgruppe einschränkt. Aber gerade für diese Zielgruppe dürfte das ZenBook ein wenig mehr Zen bieten - ein Ryzen Prozessor würde dem ZenBook gut zu Gesicht stehen, dann wäre auch die mangelnde Leistungskonstante passé, hier verschenkt Asus Potential.

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